Nathalie Picqué erhält den William F. Meggers-Preis 2024

Der Meggers-Preis der OPTICA (ehemals Optical Society) wurde 1970 zu Ehren von William F. Meggers, einem amerikanischen Physiker, der sich auf die Spektroskopie spezialisiert hatte, ins Leben gerufen. Er wird jährlich in Anerkennung herausragender Leistungen in der Spektroskopie verliehen. Zu den früheren Preisträgern gehören die späteren Nobelpreisträger Theodor Hänsch, Steven Chu, David Wineland und Pierre Agostini.

OPTICA hat angekündigt, dass Prof. Dr. Nathalie Picqué den William F. Meggers Award 2024 für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Breitband-Molekülspektroskopie mit interferierenden Frequenzkämmen erhalten wird. Der Preis wurde auf der CLEO-Konferenz in Charlotte, NC USA, verliehen. „Mit dieser Auszeichnung wird auch die Arbeit meiner Doktoranden, Postdocs und Gastwissenschaftler gewürdigt. Ich bin ihnen sehr dankbar für ihre wertvollen Beiträge. Meine Arbeit wäre ohne ihre Hilfe undenkbar", sagt Nathalie Picqué. Mit dem Meggers-Preis wird ihre Pionierrolle bei der Entwicklung der Doppelkamm-Spektroskopie gewürdigt, die einzigartige Möglichkeiten in Bezug auf spektrale Abdeckung, Auflösung, Genauigkeit, Empfindlichkeit und das Potenzial für miniaturisierte Instrumente bietet.

 

Nathalie Picqué bei der Preisverleihung während der CLEO-Konferenz am 7. Mai 2024.

Bildquelle: Optica

 

Nathalie Picqué hat bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, darunter den Gentner-Kastler-Preis, den Helmholtz-Preis, den Falling Walls Breakthrough of the Year und den Grand Prix Cecile DeWitt-Morette. Sie ist auch die erste Wissenschaftlerin in Deutschland, die einen ERC Advanced Grant in Atomic, Molecular and Optical Physics erhielt. Viele ihrer ehemaligen Studenten und Postdocs sind heute Professoren und Forschungsleiter an Universitäten und Forschungseinrichtungen in aller Welt. Nathalie Picqué wurde kürzlich zur Direktorin des Max-Born-Instituts und Professorin für Physik an der Humboldt-Universität zu Berlin ernannt. Sie baut nun den Bereich Präzisionsphysik am Max-Born-Institut auf, der jungen Wissenschaftlern mit akademischen Ambitionen spannende neue Forschungsmöglichkeiten bieten wird.